BANA BA LETSATSI, MAUN, BOTSWANA

Im Dezember 2002 gründete eine Irin "Bana ba Letsatsi" (BBL) als sie, im Gegensatz zu den Behörden, die Notwendigkeit sah die vielen Kinder auf den Straßen in Maun zu schützen. Sie schaffte damit den Grundstein für BBL und konzentrierte sich ausschließlich auf diese Kinder indem sie sie von den Straßen holte und in das erste provisorische Center brachte. Sie fing an sie zurück in die Schulen zu schicken und nach ihnen zu sehen. Heute werden über 230 Kinder von BBL betreut. Die Kinder sind zwischen 2 und 25 Jahre alt.

 

Die jüngsten Kinder werden von zu Hause abgeholt und erhalten ein Frühstück vor der Schule. Danach gibt es für alle die Mittags zum Center kommen ein Mittagessen und Nachmittags nochmals einen Imbiss vordem alle um 16:30 nach Hause gehen. Die Kinder lernen ihre eigene Wäsche zu waschen und sich an Aufräumarbeiten zu beteiligen. BBL konnte bereits 35 Kinder in die Schulen (öffentlich und privat) zurückführen und. weitere 11 Kinder wurden an “Bana ba Metsi”, eine gemeinnützige Organisation die Jungen im Alter von 13-15 Jahren unterrichtet, vermitteln. Zwei Kinder wurden an das SOS Kinderdorf in Francistown vermittelt. Der Schulunterricht im Center soll die Kinder auf den Wiedereintritt in die Schule vorbereiten.

 

Das Center verfolgt den Wiedereintritt der Kinder und begleitet sie in ihrer Entwicklung indem ein enger Kontakt mit den Schulen unterhalten wird und rechtzeitig eingegriffen werden kann wenn die Kinder Schwierigkeiten haben.

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Das Center kümmert sich um die notwendigen Schuluniformen, Bücher und sonstige Dinge die ein Kind für die Schule benötigt da die Eltern hierzu nicht in der Lage sind und das verantwortliche Jugendamt schlecht organisiert ist. Es werden zusätzlich die Familien der Kinder trainiert indem man z.B. den Mütter Nähunterricht erteilt, Kunsthandwerk beibringt oder ihnen landwirtschaftliche Techniken vermittelt mit denen sie den Ertrag auf ihren Feldern steigern können.

Die Weiterentwicklung der Jugendlichen erhält einen starken Fokus - es gilt sie auf eine Arbeitsstelle vorzubereiten indem ihnen Fähigkeiten (Schweißen, Mauern, Installationsarbeiten etc.) beigebracht werden und dann eine Arbeitsstelle bei einer Firma gesucht wird.

 

Es werden regelmäßige Hausbesuche bei den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten durchgeführt um die Umstände unter denen ein Kind leidet besser ergründen zu können und das Eltern-Kind-Verhältnis zu verbessern. Viel Arbeit ist hier nötig da die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten oft in desolaten Lebenslagen sind und aus eigener Kraft und Antrieb dort nicht mehr herauskommen (Alkoholismus, Prostitution, Armut).

Die meisten der Kinder schnüffeln Klebstoff oder sind von anderen Substanzen abhängig. Dies ist oft die einzige Möglichkeit sich aus der schmerzhaften Realität zu befreien. Das Center hofft dieses Problem durch verstärkte Maßnahmen zu bekämpfen und eine Entzugstherapie anzubieten. Viele der Kinder sind HIV-positiv und die medizinische Versorgung ist eine der größten Sorgen, da die lokalen Krankenhäuser schlecht funktionieren.

 

Dies sind einige der wesentlichen Aufgaben des Centers wobei es natürlich viele andere administrative Tätigkeiten gibt. - z.B. Organisation von Lehrkräften und Programmen, Behördengänge, Genehmigungen etc.

 

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